Das Binden von Palmbuschen ist schon eine lange kirchliche Tradition zum Palmsonntag. Weil Rituale und Bräuche für Menschen sehr wichtig sind wurden auch heuer wieder im Alten-und Pflegeheim St. Vinzenz Buchsbaumzweige, Zweige von Lebensbäumen und Palmkätzchen zu kleinen Buschen gebunden, mit bunten Bändern und Schleifen verziert. Die Heimbewohner/innen hatten am großen Basteltisch viel zu tun und brachten ihr Wissen dabei bestens ein. Mit flinken Händen wurde das Bastelmaterial gesteckt. So entstanden kleine und größere Palmbuschen. Die farbigen Bänder in rot für das Blut Jesu, weiß für die Unschuld und grün für die Hoffnung, all das ist noch in den Köpfen der älteren Menschen gespeichert. Betreuungsleiterin Ingrid Schnell erzählte Wissenswertes über die Bedeutung dieser Tradition, aber auch über die Weidenkätzchen, der Futterpflanze für Bienen. Die Palmkätzchen stehen auch für Neubeginn und Auferstehung. Unterstützt von einem Team des Betreuungspersonals waren alle so vertieft in ihre Werke und die Zeit verging im Nu. Am Ende eines ereignisreichen Nachmittags freuten sich alle Beteiligten über ihre Werke, die dann St. Vinzenz schmücken. Beim Gottesdienst am Palmsonntag werden die Palmbuschen noch gesegnet.
Quelle Text und Foto: PNP, Johanna Maier